Ratgeber Gestaltung

1. Das eigene Logo

Der erste Eindruck braucht nur wenig Zeit. Diese Zeit gilt es Tag für Tag als junger Unternehmer und Geschäftsgründer, aber auch als etablierte Firma, für sich zu nutzen. Ideen für GestaltungStatistisch betrachtet haben Sie etwa 10 Sekunden Zeit mit Ihrem Auftritt einen Kunden für sich zu begeistern und eine gesunde Grundlage für alle kommenden Wege der Kommunikation zu schaffen. Aber wie sollen Sie es jeden Tag schaffen in nur 10 Sekunden die Begeisterung eines Kunden zu wecken, der vermutlich noch nie von Ihnen, Ihrem Produkt oder Ihren Leistungen gehört hat? Wie sollen Sie ihn in so kurzer Zeit davon überzeugen, doch einmal einen Blick auf Ihr Angebot zu werfen?

Ratgeber Gestaltung:

Alles beginnt mit einem Gedanken. Und Ihrem eigenen Logo.

In unserer Wettbewerbsgesellschaft ist ein Logo oder eine dem Logo gleichkommende Schriftmarke von unvergleichlicher Wichtigkeit für Ihren unternehmerischen Erfolg. Mit einem guten Logodesign haben Sie die Möglichkeit sich von der nichtssagenden Konkurrenz abzusetzen und die vordere Spitze im Wettbewerberfeld anzusteuern. Das eigene Logo verleiht Ihrem Unternehmen ein eigenes Gesicht und erschafft einen Charakter. Umso wichtiger ist es bei dem Design des eigenen Logos auf Professionalität zu bauen.Wettbewerb LogodesignMit einem Logo haben Sie ein Mittel zur Hand, mit dem Sie einem Fremden eine Geschichte erzählen können und Ihren eigenen Träumen von einer unternehmerischen Zukunft Flügel zu verleihen. Ein Fremder und zukünftiger Kunde erfährt durch Ihr Logo zunächst etwas sehr bewusstes und deutliches. Sie zeigen Ihm, wo Sie Ihren Platz in der Welt sehen und was Sie tun. Zum anderen fließt durch ein Logo allerdings auch etwas sublimes in die an den Kunden gerichtete Nachricht. Sie leisten mit dem eigenen Logo ein Statement. Sie tätigen eine Aussage über Ihren Charakter und den Ihres Unternehmens. Sind Sie traditionsbewusst oder revolutionär? Sind Sie ein Träumer oder ein nüchterner Denker?

Mit einem einmal etablierten Logo, das Sie und Ihr Angebot gut vermittelt, schaffen Sie ihre eigene Marke, mit der sich Ihre Kunden identifizieren können und mit der Sie eine langfristige Kundenbindung schaffen. Deswegen ist es auch wichtig von vornherein ein Logo für Sie zu schaffen, welches Sie nicht andauernd einer Änderung unterziehen und dabei jedes Mal diese bestehende Bindung ein wenig schwächen.

Essenzielle Punkte bei der Logogestaltung:

1. Verständlichkeit:

Halten Sie Ihr Logo in einer klaren Sprache. Wenn Sie Symbole verwenden möchten, sollten diese einen direkten Bezug zu Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung haben und Ihrer Zielgruppe bekannt sein oder zumindest leicht zu zuordnen sein. Ein gutes Beispiel bilden Zunftzeichen bei Handwerksbetrieben.

2. Übersichtlichkeit:

Ein gute Struktur und ein einfaches und übersichtliches Design machen jedes Logo sowohl verständlich als auch einprägsam.

3. Anwendbarkeit:

Ein Logo sollte auf den unterschiedlichsten Materialien ohne Änderungen einsetzbar sein. Egal ob Fahrzeugseite, Visitenkarte, Briefkopf oder Werbebanner.

4. Einzigartigkeit:

Ihr Logo darf es nur einmal geben. Es sollte unverwechselbar sein und nur zu Ihnen zurückführen. Schützen Sie es vor einer Reproduktion durch Dritte.

Die Sprache der Farben

Farben können eine sehr wichtige Rolle spielen und eine sehr deutliche Sprache sprechen. Was diese jeweils aussagen, hängt immer auch vom Kulturkreis, Alter und Geschlecht ab. Informieren Sie sich vorher über Ihre Zielgruppe und was diese aus einer farblichen Aussagen herausfiltern kann und wird. Natürlich sind Farben, analog zur Modewelt, gewissen Trends unterworfen. Als junges und modernes Unternehmen macht es durchaus Sinn einem solchen Trend zu folgen. Als Unternehmen, welches sich als traditionsbewusst oder konservativ ansieht, sollte man besser auf althergebrachtes setzen. So lässt sich Beständigkeit und Seriosität ausstrahlen.
Allgemein sollten Sie sich auf maximal 3 Farben beschränken um ein ausgewogenes Gesamtbild zu erzeugen.Ideenvielfalt Logoerstellung

Die Schriftart

Wichtig beim Logo und noch wichtiger bei einer Schriftmarke ist die Wahl der geeigneten Schriftart. Zur Auswahl stehen Ihnen weltweit Millionen an Schriftarten. Gerade deswegen sollten Sie den Blick direkt von gängigen Schriftart wie Arial, Times New Roman oder Helvetica abwenden.
Allerdings passt nicht jede Schriftart zu jeder Branche, denn jede Schrift hat wie ein Logo einen ganz eigenen Charakter und kann eine Aussage transportieren. Deswegen lassen sich große Marken auch ihre ganz eigene Hausschrift erschaffen und diese rechtlich sichern. Eine solche Hausschrift betont noch einmal die Einzigartigkeit einer Marke, trägt das Image mit und sorgt für einen verstärkten Wiedererkennungswert.
In jedem Fall sollten Sie sich auf die Verwendung von nur einer Schriftart beschränken. Alles andere lässt das Logo oder die Schriftmarke unruhig erscheinen und verwirrt den Betrachter.

Ihre Zielgruppe

Setzen Sie sich vorher genau mit den Menschen auseinander, die Sie mit Ihrem Logo auch erreichen wollen. Je deutlicher Sie diese mit Ihrem Logo ansprechen, desto erfolgreicher wird die mit Ihrem Logo erschaffene Marke sein. Unterschätze Sie so eine Aussage nie. Auch als Arzt oder Anwalt kann man durchaus in seinem Segment zu einer Marke werden. Als Handwerker so oder so.

2. Die eigene Visitenkarte

Visitenkarten haben sich schon vor langen Jahren buchstäblich als Ausweise für Privatpersonen oder Unternehmen im wirtschaftlichen Alltag durchgesetzt. Neben der eigenen Webseite, die für einige Zeit als neue Visitenkarte und als ein echtes Vorzeigeobjekt gehandelt wurde, hat sich aber auch die Visitenkarte etabliert. Unterschätzen Sie gerade in der heutigen Flut von Informationen nicht den Wert einer guten Visitenkarte. Dieser in nach wie vor sehr hoch, sowohl im Business, als auch im Privatbereich. Jeden Tag buhlen zig Firmen gerade im unternehmerischen Bereich um Aufmerksamkeit auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen. Eine ansprechende Visitenkarte allerdings bildet die vermutlich langlebigste Form der Werbung. Prospekte und Kataloge wandern in den Müll. Visitenkarten werden aufgehoben und hoffentlich immer wieder zur Hand genommen.

Grundlegendes zum Design der eigenen Visitenkarte

Die gute Gestaltung der eigenen Visitenkarte verlangt auch immer ein wenig Kreativität. Als hervorragenden Weg zur Kundengewinnung und Kundenbindung sind sie ein Muss für Existenzgründer. Der Wiedererkennungswert, gerade in Verbindung mit einem einheitlichen Papier ist immens und trägt sehr viel zur Schaffung und Etablierung der eigenen „Marke“ bei. Sie wollen mit Ihrer Visitenkarte Ihrem Gegenüber nicht einfach nur Ihre Kontaktdaten mitteilen. Sie wollen damit auch eine Aussage über sich als Person und über Ihr Unternehmen tätigen.Checkliste VisitenkarteGut ist es also bereits mit einer Visitenkarte die eigene Individualität zu betonen und sich so unmittelbar von Ihren Mitbewerbern abzusetzen. Dafür allerdings ist Einfallsreichtum gefragt.

Das Format

Hier bietet sich Ihnen eine unglaubliche Vielzahl an Formaten und Größen an. Allerdings empfiehlt es sich auf das Standardmaß zu setzen. Die Scheckkartengröße passt bequem in jedes Portemonnaie und kann in dem üblichen Archivierungssystem erfasst werden. Andere Formate ziehen zwar zunächst die Aufmerksamkeit auf sich, landen danach aber schnell in der Kuriositätensammlung und bleiben dort.
Zwar sind die meisten Visitenkarten im Querformat gestaltet, es gibt allerdings keine Argumente dagegen eine Visitenkarte im Hochformate anzulegen. Es ist ganz von der einzelnen Gestaltung und den zu transportierenden abhängig, welches Format das geeignete ist. Will man sich von der Masse abheben, ist das Hochformat sicherlich bereits ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung. Doppelseitige Visitenkarten haben sich im Gegensatz zu einseitigen oder vierseitigen Visitenkarten bewährt. Einseitige Karten wirken unvollständig, während vierseitige Karten mit Informationen überschütten. Und Sie möchten ja einen positiven bleibenden Eindruck hinterlassen, oder?

Der Inhalt

Hinter allen Fragen der Gestaltung darf niemals die Frage nach dem eigentlichen Inhalt zurücktreten. Essenzielle Punkte sind hier natürlich der Name des Unternehmens, des Ansprechpartners sowie die direkte Telefonnummer. Wenn Sie persönliche Visitenkarten auf einer Messe oder in anderen Rahmen verwenden, geben Sie in jedem Fall nur solche heraus, auf denen entweder Ihre persönliche Durchwahl oder wenigsten die Ihrer Assistentin steht, niemals die Nummer, die jeder auch aus dem Telefonbuch erfahren könnte. Ruft Ihr Kunde an, vermeiden Sie Wartezeiten und können direkt zum wesentlichen kommen: Ihr Produkt zu vertreiben.
In unserem elektronischen Zeitalter ist die Angabe eine E-Mail-Adresse ebenfalls sehr wichtig. Wenn Sie eine E-Mail-Adresse angeben, sollten Sie auch auf Emails antworten und regelmäßig Ihr Postfach kontrollieren.

Lesbarkeit

Wenn Ihre Kunden beim Betrachten Ihrer Visitenkarte die Augen zusammenkneifen müssen, dann ist bereits etwas falsch gelaufen. Natürlich wählt man auf einer Visitenkarte eine vergleichsweise kleine Schrift, Gute Lesbarkeit von Inhaltenaber dies bedeutet noch lange nicht, dass man eine schlecht lesbare wählen sollte oder zu sehr kleinen Buchstaben tendieren muss. Wenn Sie den Eindruck haben, dass der Platz nicht für alle Informationen ausreicht, verzichten Sie lieber auf Angaben anstatt die Lesbarkeit zu gefährden.

Schriftarten und Farben

Um Verwirrung zu vermeiden und für ein stimmiges Gesamtbild sollten Sie sich auf ein bis maximal zwei Schriftarten auf Ihrer Visitenkarte beschränken. Mehr werden allgemein als unentschlossen angesehen und erzeugen einen verwirrenden Ersteindruck. Wenn Sie unterschiedliche Informationen betonen wollen, ist es besser auf eine unterschiedliche, optische Gestaltung in der Schriftart zu verlassen. Dies ist einfach durch unterschiedliche Größen, kursiv oder fett gedruckte Schriftzeichen zu erreichen. Beschränken Sie sich auf die üblichen zwei bis drei Farben. Ein Schriftzug in Regenbogenfarben zeugt sicherlich von Kreativität und Weltoffenheit, ist aber auch sehr verwirrend im Lesefluss.

3. Die eigenen Geschäftspapiere

Hier erreichen Sie den Synergieeffekt aus Ihrer Visitenkarte und dem eigenen Logo. Mit beidem verleihen Sie Ihrem Unternehmen einen Auftritt, der sitzen soll wie ein Maßanzug. Sie haben mit diesen beiden Mitteln eine Aussage getroffen in der Sie Ihren Traum und Ihre Begeisterung in die Köpfe Ihrer Kunden tragen. Briefpapiere unterstreichen diese Aussagen noch einmal im Alltag und wecken immer wieder diese Gedanken beim Betrachter.Einheitliches Design

Entsprechend gelten wie Ihre persönlichen Geschäftspapiere alle über Logo und Visitenkarte getroffenen Aussagen. Sie haben im Fuß- und Kopfbereich auf einem Dokument nicht viel mehr Platz als auf einer Visitenkarte, müssen aber beispielsweise auf einer Rechnung bereits eine Vielzahl an Angaben tätigen. Darunter Ihre Bankverbindung, Ihre Steuernummer und vieles weitere. Unter Umständen macht es Sinn bei den Geschäftspapieren zwischen allgemeinen für das Unternehmen und persönliche für wichtige Mitarbeiter – ähnlich wie bei Visitenkarten – zu unterscheiden.